Am Stephanstag hat in Dagmersellen (LU) die letzte Austragung des internationalen Radquer-Rennens stattgefunden. Während insgesamt 42 Jahren wurde das Traditionsrennen ausgetragen. Die Erstausgabe fand 1975 statt.

An einem Anlass vom Veloclub Dagmarsellen entschieden die Mitglieder einstimmig auf weitere Durchführungen des Rennens zu verzichten. Grund: Der Verein habe immer mehr Probleme gehabt neue Mitglieder für das Organisaktionskomitee zu finden.

Unvergessen bleiben in Dagmersellen vor allem zwei Fahrer: Albert Zweifel und Francis Mourey. Der fünffache Weltmeister und neunfache Schweizermeister Albert Zweifel stand in den 1970er- und 80er-Jahren insgesamt zwölf Mal hintereinander auf dem Dagmerseller Podest. Nach sieben Siegen in den ersten sieben Austragungen folgten vier zweite Plätze und ein dritter Rang.

Keiner stand öfter auf dem Podest. Trotzdem ist Zweifel nicht der Rekordsieger. Denn der Franzose Francis Mourey gewann einmal mehr und siegte zwischen 2006 und 2014 insgesamt acht Mal. Die jüngste Serie hat nun Lars Forster eröffnet: Nach den Schweizermeisterschaften 2016 in Dagmersellen, gewann er auch im Dezember des letzten Jahres und könnte somit beim letzten Rennen den dritten Sieg in Serie feiern.

Die Tradition geht in Pfaffnau weiter

42 Jahre lang fand das Radquerrennen am Kreuzberg statt. Eine Tradition geht zu Ende. Eine neue beginnt! In Pfaffnau (LU) organisiert ab dem nächsten Jahr der lokale Veloclub den Nachfolger vom Radquer Dagmarsellen. Ganz verschwindet das Rennen also nicht aus der Region.